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08.04.2016

invenio gewinnt den Deutschen Innovationspreis 2016 in der Kategorie Mittelstand

Die invenio-Technologie aus dem Bereich Virtual Technologies läutet eine neue Ära in der digitalen Produktentwicklung ein

invenio hat am Freitagabend den begehrten Deutschen Innovationspreis gewonnen. Im Rahmen der Preisverleihung in München setzt sich invenio in der Kategorie Mittelstand gegen die sechs anderen Nominierten durch. Das Unternehmen überzeugt mit seiner Technologie ʹVT-DMUʹ, die von der invenio Virtual Technologies GmbH (VT) entwickelt wurde. Am Abend selbst wurden je drei Finalisten in jeder Kategorie per Videoportrait vorgestellt. Als Laudator überreichte Dr. Frank Mastiaux, Vorsitzender des Vorstandes der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, den Preis an die Kollegen der VT,  (s. Bild: v.l.n.r. Alexander Trum, Softwareentwickler; Günther Haupt, Leiter Softwareentwicklung; Hermann Gaigl, Geschäftsführer; Tobias Beck, Manager Softwareentwicklung).

Die invenio-Software revolutioniert die digitale Produktentwicklung. Mit dem breiten Funktionsumfang reduzieren Unternehmen Entwicklungszeit- und kosten um bis zu 30 Prozent. Automobilkonzerne wie Daimler oder BMW vertrauen bereits auf die invenio-Lösung. Zentrale Aspekte für die Entscheidung der Jury sind die Innovationshöhe, der Markterfolg und der hohe Kundennutzen der Innovation. So stellt sich jeder Kunde nach dem Baukasten-Prinzip die Module individuell zusammen, damit die Software für ihn den größten Nutzen bringt. Auf diese Weise liefert die Technologie sowohl für kleine Betriebe als auch für internationale Konzerne performante Lösungen. Der Preis wird in den Kategorien Großunternehmen, Mittelstand und Start-up vergeben.

 
ʹVT-DMUʹ mindert Entwicklungszeit und -kosten um bis zu 30 Prozent

Der Geschäftsführer der VT, Hermann Gaigl (s. Bild) betont: „Jedes Unternehmen, das Produkte digital entwickelt, kann mit ʹVT-DMUʹ den Arbeitsaufwand um bis zu 90 Prozent reduzieren.“ Ausschlaggebend hierfür sind die weitgreifenden Automatisierungen der Prozesse, die Entwickler bei täglichen Routinearbeiten unterstützen und Kontrollaufwände auf ein Minimum beschränken. Alleine die Möglichkeiten von ʹQuality-Monitorʹ reduzieren die Entwicklungszeit und -kosten entsprechend deutlich und vor allem nachhaltig. Tage- bis wochenlange Fehlersuche der Entwickler erledigt das Modul mit einem einzigen Knopfdruck. Gemeinsam mit fotorealistischen Abbildungen und Animationen kann das digitale Produkt so umfassend betrachtet und bewertet werden, dass ein physischer Prototyp im Produktentwicklungsprozess überflüssig wird. „Gerade bei kostenintensiven Aufbauten wie bei Fahrzeugen spart dies Ausgaben in Millionenhöhe und schont dabei die natürlichen Ressourcen“, unterstreicht Gaigl. „Dadurch hilft unsere Technologie Unternehmen und deren Mitarbeitern, den Vorsprung im globalen Wettbewerb zu halten und auch auszubauen.“

Warum die digitale Produktentwicklung verbessert werden muss

Daten sind heutzutage digital. Ob es sich dabei um die Datenablage in der Finanzbuchhaltung oder zur Projektdokumentation handelt – riesige Papierstapel oder Schränke voller Ordner sind ein selten gewordenes Bild im Büroalltag. Das gleiche Szenario gilt für die Produktentwicklung. Produkte oder einzelne Bestandteile werden nicht mehr auf metergroßen Zeichenbögen skizziert, sondern computergestützt erstellt. Diese CAD-Modelle (Computer Aided Design) erleichtern bereits die Konstruktion und die Zusammenarbeit auch international. An einer Baugruppe, zum Beispiel einem Fahrzeug, arbeiten weltweit viele Entwickler parallel. Ihre tägliche Arbeit speichern sie in der globalen Datendrehscheibe, dem Produktdatenmanagement (PDM)-System. Resultat sind Millionen von Datensätze, die sich ständig verändern. Die Produktentwickler sind jedoch dafür verantwortlich, den Überblick zu behalten und die geforderte Qualität sicherzustellen. Dafür müssen sie für jedes ihrer Bauteile etwa in einer Abgasanlage erst alle potenziellen Nachbarn suchen und dann millimetergenau kontrollieren, ob die Abstände zwischen den Einzelteilen groß genug sind. Eine Arbeit, die morgen schon überholt sein kann, da sich zum Beispiel ein Bauteil in der Umgebung geändert hat. Diese Untersuchungen führen Entwickler ohne ʹVT-DMUʹ derzeit in mühsamer, tage- oder wochenlanger Kleinarbeit durch – ohne wirklich endgültig zu wissen, ob sie jede potenzielle Fehlerstelle bewertet haben.

Wie unterstützt ʹVT-DMUʹ?

ʹVT-DMUʹ wird direkt in die Systeme des Kunden integriert – unabhängig davon, welches System verwendet wird. Eine bislang einzigartige Anpassungsfähigkeit. Der Vorteil ist, dass nicht die Unternehmen ihre Prozesse an die Software anpassen müssen: ʹVT-DMUʹ passt sich an den Kunden an. Die Mitarbeiter arbeiten zum Teil in ihren gewohnten Programmen weiter, lediglich ein größerer Funktionsumfang steht zur Verfügung.

Durch die direkte Anbindung an das PDM-System überwachen die intelligenten ʹAgentenʹ der invenio-Technologie die Daten und registrieren jede Änderung automatisch. Zudem vermerkt die Software die Position eines jeden Bauteils in der Baugruppe auf einer Art digitalen Landkarte. Aus diesem Grund kennt ʹVT-DMUʹ die ʹAdresseʹ von Bauteilen stets exakt. Das ist wichtig, um Abstände zwischen den Komponenten und ihren Nachbarbauteilen abgesichert zu kontrollieren. Die Nachbarschaftssuche registriert daher zum Beispiel jedes Einzelteil einer Abgasanlage und weiß über ein hinterlegtes Regelwerk, welche Bedingungen oder Abstände die jeweilige Komponente zwingend einhalten muss. Das hat den Vorteil, dass bei den Prüfroutinen keine einzige Komponente vergessen werden kann – auch dann nicht, falls ein Entwickler einmal nicht im Haus ist. Statt jedes Bauteil mit seinen Nachbarn einzeln zu suchen und zu kontrollieren, genügt mit ʹVT-DMUʹ ein Knopfdruck und die Technologie listet alle potenziellen Konfliktstellen auf. Ändert sich ein Bauteil, merkt das die Software, gleicht die Änderung mit den Regeln ab und meldet der zuständigen Person automatisch Fehler oder Konflikte. Der Clou: Hat der Entwickler eine Fehlerstelle einmal bewertet, hinterlegt ʹVT-DMUʹ diese Entscheidung und informiert erst dann wieder, falls diese Bewertung eine neue Änderung nicht abdeckt. „Diese Automatisierungsmöglichkeiten in Kombination mit der intelligenten Vererbung von Entscheidungen sind bislang einzigartig auf dem Markt“, stellt Hermann Gaigl heraus.

Zudem erstellt ʹVT-DMUʹ fotorealistische Animationen oder Bilder komplett auf Basis von digitalen Daten. Die Einsatzgebiete solcher Visualisierungen sind breit gestreut: Von Bedienungsanleitungen und Ersatzteilkatalogen über Montagevorgänge in der Werkstatt, dem Strömungsverhalten von Flüssigkeiten bis zur Darstellung komplexer technischer Sachverhalte wie der Funktionsweise eines Hinterachsdifferentials. Der Fantasie sind an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt. „Bereits dieser Auszug der Leistungen zeigt: Mit unserer Technologie ist die Produktentwicklung rundum abgesichert – und das 100 Prozent digital“, verdeutlicht der Geschäftsführer.

Der Wettbewerb „Der Deutsche Innovationspreis“
Accenture, EnBW, Evonik und die WirtschaftsWoche haben sich 2010 zu der Initiative „Der Deutsche Innovationspreis“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel: herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen auszeichnen, die mit ihrer Innovationskraft das Geschäft und die Märkte verändern. „Wir sind stolz, dass die Jury unser innovatives Leistungspaket zu schätzen weiß“, freut sich Kai F. Wißler, Vorstand der invenio AG (s. Bild). „Es freut mich vor allem für die Mitarbeiter, die sehr viel Arbeit und Herzblut in die Entwicklung der Software investieren. Diese Anerkennung von einer dritten, neutralen Stelle zu erfahren, hat noch einmal eine ganz besondere Qualität. Zudem unterstreicht die Auszeichnung, dass wir unserem Anspruch des innovativen Lösungs- und Technologie-Lieferanten gerecht werden.“

Der Preis wird in den Kategorien Großunternehmen, mittelständische Unternehmen sowie Start-ups vergeben. Hierbei werden neben Produktinnovationen auch innovative Geschäftsmodelle, Prozesse und Services sowie Organisations- und Marketinginnovationen berücksichtigt. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. In der Kategorie Mittelstand konnten insgesamt sieben Unternehmen das Finale erreichen. Um sich für die Kategorie Mittelstand zu qualifizieren, muss das Unternehmen älter als fünf Jahre sein und darf weder einen höheren Jahresumsatz als 600 Mio. Euro erwirtschaften, noch mehr als 5.000 Mitarbeiter beschäftigen. Durch die Preisverleihung am 08. April 2016 führten Linda Zervkis (Tagesschau) und Sascha Pallenberg (Blogger MobileGeeks). Die Laudationen wurden von den jeweiligen Partnern Accenture, EnBW und Evonik gehalten.

15.04.2016, 'Wirtschaftswoche Sonderdruck'

23.05.2016, Artikel in 'Erdinger Anzeiger'

23.05.2016, Artikel in 'Münchener Merkur'

27.05.2016, Artikel in 'Forum Freising'

13.06.2016, Artikel in 'Automobilwoche'

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