Die Inspiration für das Produktlebenszyklus-Management kam von der American Motors Corporation (AMC). 1985 suchte die AMC nach Möglichkeiten, den Produktentwicklungsprozess zu beschleunigen, um besser mit größeren Wettbewerbern konkurrieren zu können. François Castaing, Vizepräsident für Produktentwicklung bei AMC, konzentrierte die Forschungs- und Entwicklungsbemühungen des Unternehmens darauf, den Produktlebenszyklus seiner Flaggschiffprodukte, insbesondere der Jeeps, zu verlängern. Dies war notwendig, da AMC nicht über die Budgets von General Motors, Ford und ausländischen Konkurrenten verfügte.
Die AMC führte den kompakten Jeep Cherokee ein, der den modernen SUV-Markt begründete, und begann mit der Entwicklung eines neuen Modells, dem Jeep Grand Cherokee. Der erste Schritt in Richtung schnellerer Produktentwicklung war die Einführung von CAD-Software, die die Produktivität der Ingenieur:innen merklich erhöhte. Der zweite Schritt war ein neues Kommunikationssystem, mit dem geometrische Konflikte schneller gelöst und teure Änderungen im Design reduziert wurden, da alle Zeichnungen und Dokumente in einer zentralen Datenbank gespeichert waren. Die Produktdatenverwaltung war so effektiv, dass das System nach der Übernahme von AMC durch Chrysler im gesamten Unternehmen ausgeweitet wurde. Chrysler konnte dadurch zu einem der kostengünstigsten Produzenten der Automobilindustrie werden.